Bericht Trainingslage 20.03.2016

Am vergangenen Sonntag operierten die Teile der VllBrig31 im Raum Chernarus. Ziel war eine Fabrik außerhalb von Chernogorsk auf Insurgenten zu überprüfen und ein mögliches IED Lager zu finden. Aufgrund der vorangegangenen Einsätze war bekannt, dass die Haltung der Zivilbevölkerung gegenüber den Nato Kräften gelinde gesagt, bescheiden war.

Umso größer war das Gefühl von Spannung das in der Luft lag. Die schweren Teile der Fallschirmjägergruppe Nashorn befanden sich in ihren frisch gewarteten Wieseln um zu der vorher, von Löwe präzise gewählten Landezone Whiskey zu gelangen. Dort war der Auftrag Gruppe Wolf die Pfeilspitze im Kampf gegen die Insurgenten, zu sichern und im weiteren Verlauf zu überwachen.

Die Gebiete westlich und ostwärts des Einsatzziels waren amerikanisches Kampfgebiet in denen eben diese vereinzelte Angriffe auf feindbesetze Städte durchführten. Aus diesem Grund musste der erfahrene Truppenführer Oberfeldwebel Dr.Thodt, ein wenig an der vermeintlich vorgegebenen Route arbeiten. Schnell fand sich ein geeigneter Weg und die schwere Gruppe fuhr so gleich los.

Donnernd ertönte der Schall der Helikopterblätter des NH90 der von Heeresflieger Oberfähnrich Toma geflogen wurde und kurz darauf saßen unsere tapferen Soldaten in Form von Gruppe Wolf ab. Mit fast einer grazilen Sanftheit hob der Helikopter von dem vom vergangenen Winter geplagten Boden ab.

Nach dem Anlanden der Gruppe Wolf, bekam Wiesel Bravo den Befehl gemeinsam mit Wiesel Alfa, Überwachungsstellung zu beziehen und den Anmarsch der Infanterie auf das Zielgebiet, eine kleine Fabrik anliegend von Chernogorsk zu überwachen und gegebenenfalls Feind aufzuklären.

Wiesel Bravo bezog eine geeignete Stellung und konnte ohne großen Aufwand erkennen, dass die vermeintlich normale Fabrik wohl andere Prioritäten als ursprünglich vorgesehen hatte. 800m war sie Entfernt doch aufgrund der Nashorn zur Verfügung stehenden optronischen Ausrüstung konnten die Wieselbesatzungen, schnell militärische Fahrzeuge im Innenhof des Fabrikgeländes erspähen.

Sofort wurden die Informationen an die übergeordnete Führung übergeben. Schließlich war es soweit, Wolf hatte sich unter der Führung von Oberfeldwebel Grauwolf zügig, an das Gelände bewegt und begann mit dem durchsuchen des Hauptgebäudes.

Während dies geschah überwachte die schwere Gruppe das Vorgehen durch die vom Einsatz verstaubte Optik des Wiesels und hielt Ausschau nach Gefahrenquellen. Immer wieder versuchten Aufständische mit einfachen Waffen und Manpads unser Vorgehen zu stören, doch Nashorn hatten die Augen offen und stets den eisernen Willen alles zu bekämpfen, was ihn oder den Kameraden im Weg stehen würde.

Nach einigen kleineren Feuerkämpfen entschloss sich die übergeordnete Führung in Form des abgebrühten Major mAnu zur Sprengung der Fabrik. Nach dem vorschriftsmäßigen Anbringen der Sprengladung durch unser Team vor Ort, konnte Wiesel Bravo durch die Optik beobachten wie sich Wolf in Richtung Stadt Mitte bewegte, wo sich nach nachrichtendienstlichen Informationen ein hochrangiges Ziel befand was es auszuschalten galt.

Während Wolf in die Stadt vorrückte und die Fabrik in tosendem Lärm sprengte, verlagerte Wiesel Alfa und Bravo die eigene Stellung um besser Einsicht auf das innere der Stadt zu bekommen.

Schüsse fielen in der Stadt und schließlich bekam Nashorn den Befehl in die Stadt vorzurücken und Wolf bei TACEVAC zu sichern. Mit wiesel typischer Geschwindigkeit fuhr Gruppe Nashorn in die vom Kampf geprägte Stadt und sicherten Wolf bei ihrem Abzug.

Stille war eingekehrt da sich die meisten der Zivilisten offenbar eingeschlossen hatten um der Gefahr zu entgehen. Es dämmerte als ich den Befehl bekam zurück zur Basis zu verlegen und Gruppe Nashorn trat den Rückweg an.

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